Donnerstag, 18. November 2010

Analyse zu Burma: Kein Hauch einer Demokratie in Sicht


Analyse zu Burma: Kein Hauch einer Demokratie in Sicht

Vom Postbeamten zum meistgefürchtesten Militärmachthaber Burmas


20 nachgerüstete MIG-29 Fighter zu den bereits bestehenden zehn,
welche von den Russen gegen Ressourcen eingetauscht wurden


Hier wohnt der Machthaber Than Shwe und sein Stellvertreter Maung Aye.

Die Verwaltungshauptstadt Naypyidaw mit ihrem unterirdischem Burnkersystem und dem Atommeiler (Know how Nordkoreas; wie bereits vor zwei Jahren von Birmaberichterstattung darauf hingewiesen), um angereichertes Uran herzustellen.




Keine Demokratie in absehbarer Zeit


jonas m lanter

Einen Kurswechsel der seit Jahrzehnten mit eiserner Faust regierenden Militärjunta signalisiert die Freilassung der birmanischen Friedensikone Aung San Suu Kyi nicht. Seit ihrer Freilassung hat sich kein Vertreter der Militärs bei der Ikone der Nationalen Liga für Demokratie 'NLD'gemeldet. Dies müsste der erste Schritt zu einer friedlichen Versöhnung sein.
Doch die Generäle lassen auf sich warten. Sie verstecken sich in der neu erbauten Verwaltungshauptstadt Naypyidaw.
Ein grosser Teil ist unterirdisch angelegt und die Herren können direkt aus ihren Villen heraus in die modernen Atombunkeranlagen gelangen. Nebenbei erwähnt wurde diese Anlage mit der höchsten Schutzklasse X (zehn) erbaut. Eine Schweizer Firma hat diese geplant und wichtige Teile davon ausgebaut. Es wird davon ausge-gangen, das die unterirdischen Gänge eine Länge von momentan 120 Kilometern haben. Fertig ausgebaut soll es ein System von 200 Kilometern Länge sein. Eigene Wasseraufbereitung, Anbau von Reis und anderen Gütern, Überdruckanlagen und vielem anderem ist dieses das Fort Knox Asiens und eines der hochgerüsteten weltweit!


Von Google-Earth aus gesehen sah man die Villen von Generalissimus Than Shwe und seinen Konsorten. Natürlich mit eigenem Fluglandeplatz und einem im unterirdischen Bunkersystem installierten Atommeiler; welcher für die Anreicherung von spaltbarem, nuklearem Material für Raketen mittlerer Reichweite ausgelegt sein sollen.
In fünf bis acht Jahren sollte; laut einem geheimen Dokument, welches Birmaberichterstattung zugespielt wurde, dieses Arsenal ausgebaut sein.


Auch verweist Birmaberichterstattung auf die zusätzlichen 20 neuen MIG-29SM, deren fünf unterirdisch beim Flughafen Naypyidaw stationiert sind. Der Internationale Rufcode für den Airport lautet VYEL. Der Tower ist über die Funkfrequenz Mhz 118.700 erreichbar.

Um auch weiterhin abgeschottet zu bleiben, wurde die Stadt abseits der üblichen Touristenpfade in ein vom Dschungel umgebenes Sperrgebiet in abgelegene Täler eingebettet.
Deren Bewohner, meist arme Bauern, wurden zwangsumgesiedelt (Mandalay Division) und für ihr enteignetes Land wurden sie nie entschädigt.


Rund um diese neue High-Tech-Stadt sind Schutzzonen ausgewiesen. Somit dürfen Einheimische wie Touristen diese 'Nationalparks' nicht besuchen.

18. November 2010

Samstag, 13. November 2010

Burmas Friedensikone Aung San Suu Kyi ist frei!


Burmas Friedensikone und Führerin der Nationalen Liga für Demokratie

wurde nach 15 Jahren Hausarrest freigelassen

Nach den Wahlen endlich aus dem Hausarrest entlassen;
Daw Aung San Suu Kyi. Friedensnobelpreisträgerin
und Chairman der Nationalen Liga für Demokratie

jonas m lanter

Unter dem Jubel tausender ihrer Anhänger ist Burmas Friedensikone Daw Aung San Suu Kyi aus ihrem jahrelangem Hausarrest freigelassen worden. Die 65-jährige Oppositionsführerin zeigte sich am Samstag vor ihrem Haus in der Hafenstadt Rangun. In diesem Haus am schönen Inyasee (nicht zu verwechseln mit dem Inle-Lake, dieser befindet sich im Shan State) war nebst dem Insein-Gefängnis siebeneinhalb Jahre ihr zuhause. So durfte die Lady kein Besuch empfangen, hatte nur zeitweise Strom und kein sauberes oder warmes Wasser. Es ist ein schönes Anwesen, wäre sie nicht hier unter Hausarrest gestanden. Die meisten Häuser auch in grossen Städten haben nur wenige Stunden Strom am Tage. Das Wasser muss meist abgekocht werden und jedes Haus besitzt nur eine Bezugsquelle. In ländlichen Regionen fehlen diese Ressourcen gänzlich.

"Wie schön, euch alle zu sehen!" rief sie strahlend und winkte der begeisterten Menge zu. Die Dissidentin ist seit einem Studentenaufstand 1988 politisch aktiv und fordert Demokratie für das seit 1962 vom Militär regierte Burma. "Lang lebe Suu Kyi!" rufen ihre teils in Tränen aufgelösten Anhänger. Auch kündigte die Lady an, sich am Sonntag in der Parteizentrale ausführlicher über deren zukünftigen Ziele zu informieren.


Freilassung kein Gnadenakt

Ihre Freilassung sei kein Gnadenakt der Militärmachthaber. Vielmehr habe Aung San Suu Kyi, die nach einem unfairen Prozess verhängte Strafe, vollständig abgesessen.


Sie könnte wieder zu einem Ziel von gedungenen Mördern werden

Der unter dem Namen 'Depayin-Massaker' bekannte Anschlag galt Aung San Suu Kyi, als sie Im Jahre 2003 aus dem Arrest entlassen wurde um im Nordosten des Landes eine Rede zu halten. Mindestens 70 Mitglieder ihrer Partei wurden von den Speerspitzen der USDP*; dem politischen Sprachrohr der burmesischen Generäle, ermordet.
Dank ihres geistesgegenwärtigen Fahrers blieb sie am Leben und konnte dem Hinterhalt entkommen.

*USDP ist der politische Flügel der burmesischen Junta. Die 'Union der Solidarität und Entwicklung' habe laut ihrem Sprecher mit einer Mehrheit von fast 80 Prozent der Stimmen 'gewonnen'.

Wahlbeobachter oder gar Journalisten aus anderen Ländern wurden von Burmas Generälen nicht zugelassen.

13. November 2010


More than welcome: Schreiben an Daw Aung San Suu Kyi an die Adresse of the NLD Headquarters is No 97(B) West Shwe-Gone-Daing Street, Bahan Township, Rangoon, Burma.

Freitag, 12. November 2010

Birmaberichterstattung hatte bereits mehrere Male auf das Atomwaffenprogramm Burmas hingewiesen


http://birmaberichterstattung.blogspot.com/2010/06/burma-atomwaffenprogramm-nun-offiziell.html


Birmaberichterstattung hatte bereits mehrere Male (zuletzt am 4. Juni dieses Jahres) darauf hingewiesen, das Nordkorea unter anderem auch Burma zur Atomwaffe verhelfen will.

Siehe: http://birmaberichterstattung.blogspot.com/2010/06/burma-atomwaffenprogramm-nun-offiziell.html

Vorab die amerikanischen und europäischen Medien behaupten, von diesem Atomwaffenprogramm in der neuen burmesischen Hauptstadt Naypyidaw nichts gewusst zu haben. Nicht nur Burmaberichterstattung hatte darauf hingewiesen.

Chief-Editor jonas m lanter, 13. November 2010

http://birmaberichterstattung.blogspot.com/2010/06/burma-atomwaffenprogramm-nun-offiziell.html

13th Nov. 2010

Aung San Suu Kyi's erstes Interview über deren Ziele in Burma



Erstes Interview mit der aus dem Hausarrest entlassenen Lady;
Aung San Suu Kyi


übernommen von Mizzima News, Delhi

Erstes Interview mit Burmas Friedensikone Lady (Daw) Aung San Suu übernommen von Mizzima-News am 15.11.2010. Als Original in englisch:

Rangoon (Mizzima) – Aung San Suu Kyi confirmed yesterday that her release from house arrest on Saturday was unconditional. Her comments came at a press conference inside NLD party headquarters yesterday that followed her first scheduled speech in seven years outside.

Aung San Suu Kyi speaks to the press inside National League for Democracy party headquarters in Bahan Township, Rangoon, late yesterday, November 14, 2010. Dozens of foreign correspondents and Burmese journalists covered the event, asking questions to which the opposition leader appeared confident and spoke quickly in response, belying her age of 65 and the ordeal of detention.

Dozens of foreign correspondents covered the event alongside scores of Burmese journalists, greatly testing the venue’s capacity.

A Mizzima reporter recording the following amalgamation of reporters’ queries and her answers. The opposition leader appeared confident and spoke quickly in response.

“I don’t believe in one party or one person dominating the government. That is not democracy.”

What is your opinion of the NDF (National League for Democracy)?
Aung San Suu Kyi: It is one party among others. People receive a bad education. That is why they also have very little political savvy. Voting for what? People are not well educated in politics, which is a big difference between Myanmar and other countries.

And what happens now? How will you “try your best”? You don’t need to think of me like this. I am just trying to be the best I can, to be myself. If my actions are unsuccessful, never mind, I must still work. We had elections in 1990, at the time we won. And then now they try to make elections again.

Why did they (Burma’s ruling junta) hold another election? Elections are made according to independence and freedom of choosing as voters like. We can vote as we like. With this election, what were they thinking?

Tell us about the harsh living conditions under house arrest. You don’t need to worry about me having a horrible life, I owe a debt to you …I must work.

What hopes do you have for (true) democracy?
If we have a good democracy then a husband and wife will be very happy. If we get this, I will also be very happy. If we get good democracy then your life can be very easy, you can have a good income and I can be a normal woman the rest of my life.

What happens now for the NLD?
The NLD has a problem, that’s why we have to go to court on the 18th of this month
(Thursday). Whether the NLD is at fault or not is in the government’s hands. But even if our NLD is at fault, it is still in peoples’ hearts. The issue lies in the government’s hands. But everybody knows the truth. I didn’t found the NLD as a party, but as an organisation for change for the people of Burma. And as long as the people want change for Burma, this organisation will continue to exist.

When will democracy be achieved?
I’m not an astrologer. And I’m not such a believer in astrology. However, I have to say, as quickly as possible. But, how soon I’ll be able to achieve democracy is very much on how much support the people will give us.

What do you think of violence that has broken out during (since) the elections? It breaks my heart that our country is still trying to solve its problems with violence. I do not see violence as the correct approach to solving the country’s problems.

What is your next political action?
All actions are political, so we are constantly involved in political actions.

Do you think the junta feels threatened by you and your party, and do you feel arrest
may be imminent?
I am only one person, popularity comes and goes. In short, I don’t see any grounds why I should again be detained.

Were there any conditions of release?
No.

When were you informed you would be released?
Around 1 p.m., that I would be released at 5 p.m. (Saturday).

15th Nov. 2010

Donnerstag, 11. November 2010

Neue Kämpfe zwischen burmesischen Truppen und der ethnischen Allianz ausgebrochen



Weitere Kämpfe in den ethnischen Gebieten Burmas ausgebrochen


Burmesischer Juntasoldat der SPDC (Staatsrat für Frieden und Entwicklung); mit chinesischer AK-47


Soldat der etnischen Minderheiten. Diese haben sich zu
einer
Allianz gegen die SPDC zusammengeschlossen.
Sollte eine Gruppierung angegriffen werden wollen sie
laut einem Agreement zusammen zurückschlagen


Thailändische Soldaten gehen am Moei- River in Mae Sot in Deckung. Grenze zwischen Thailand und Burma.
Oberhalb sieht man die Friendship-Grenzbrücke:
er gilt als der wichtigste Handelsweg zwischen beiden Staaten


jonas m lanter

Nachdem aus dem burmesischen Myawaddy mit Artillerie, Kanonen und schweren 30-mm Geschützen das thailändische Mae Sot beschossen wurde, haben sich die Kämpfe weiter südlich ausgeweitet. Ausserdem schlugen RPG-Raketengeschosse in der thailändischen Grenzstadt Mae Sot ein und verletzte Zivilisten.
Am sogenannten 'Three Pagoden Pass' treffen sich die ethnischen bewaffneten Gruppierungen um in einer geschlossenen Allianz gegen die burmesischen Juntatruppen vorzugehen.
Da das Gelände sehr unzugänglich ist und zwischen Bergen und Urwald eingebettet ist, konnten die burmesischen Truppen des 'State Peace and Development Council'; SPDC, nur leichte Artellerie einsetzen. Die schweren Panzer der burmesischen Junta sind im nahen Myawaddy stationiert.




Kämpfe burmesischer Regierungstruppen gegen die Karens in Myawaddy -
Tausende BurmesInnen flüchten ins nahe thailändische Mae Sot


Die Soldaten der Allianz des Mon-, des Karen-, des Karenni- und des Shan-Staates und anderer bewaffneten Gruppierungen aus fünf verschiedenen ethnischen Konfliktgebieten haben ein Agreement geschlossen.
Sollte einer dieser bewaffneten Einheiten durch burmesische Truppen angegriffen werden, haben sich diese fünf verschiedenen Staaten innerhalb Burmas zu einem gegenseitigen Abkommen zusammengeschlossen. Sie wollen mit aller Härte die Juntatruppen von General Than Shwe zurückschlagen.


Momentan schiessen sich die SPDC mit ihrer Artillerie weiter auf das Gebiet der Allianztruppen ein. Ohne jedoch die gegnerischen Truppen zu treffen, welche sich momentan noch verschanzen.
Diese warten ab bis zusätzliche bewaffnete ethnische Gruppierungen vor Ort sind.
Je nach Lage wird etnschieden, gegen die burmesischen Regierungstruppen vorzugehen.

Heute Donnerstag morgens konnte ich mich mit Nerdah Mya, dem Kommandanten der KNLA (Karen National Liberation Army), unterhalten. Er ist der legitime Nachfolger seines Vaters, des vor zwei Jahren verstorbenen Generals Bo Mya.
Er und seine Truppen werden sich nie der burmesischen Junta unterwerfen.


11th Nov. 2010

Mittwoch, 3. November 2010

Weder fair noch frei: Burmas Junta-Wahlplakate nur gegen Bargeld


Burmas "Wahlen": Weder fair noch frei


Die Karens, einer der fünf bewaffneten Allianz-Gruppierungen, welche den Kampf gegen die Junta aufnehmen.
Zusammen halten die verschiedensten ethnischen Kampfeinheiten ungefähr 40'000 Soldaten und sind vorab im Shan-State mit modernstem Kriegsgerät ausgerüstet. Dieser grenzt zu Laos und China. Hier wird auch das meiste Opium in Burma angebaut. Es gibt momentan drei verschiedene grosse Drogenbarone, darunter ein chinesischer Drogenzar. Er arbeitete mit den burmesischen Generälen zusammen. Hier befinden sich viele Raffinerien. Bei West-Wind müssen sich die Menschen und Tiere mit Masken schützen, um das reine Heroin nicht einzuatmen. Tier und Mensch würden eine toxische Vergiftung erleiden. Dennoch sterben jedes Jahr Kühe und Pferde, welche in der Nähe der Raffinerien grasen.

Sogar Wahlplakatte müssen mit Bargeld bezahlt werden

jonas m lanter

"Diese Wahlen sind ein Disaster", antwortet Saw U Min Shwe, ein älterer birmanischer Schriftsteller auf die Frage, was es mit den Wahlen vom 7. November auf sich habe, den ersten seit zwanzig Jahren. "Damals, im Mai 1990, herrschte hier Wahlfieber. Auf den Strassen sah man Menschen in orangefarbenen T-Shirts, sie trugen Hüte wie die Reisbauern", erinnert sich der Schriftsteller.

Der Hut war das Symbol der Nationalen Liga für Demokratie 'NLD', der Partei Aung San Suu Kyis, die als Oppositionsführerin damals wie heute unter Hausarrest steht.
Dieser Hut war auch dazumals das Symbol der NLD auf den Stimmzetteln. Die Partei gewann mit einer überwältigten Mehrheit von über 80 Prozent, doch die herrschenden Militärs liessen das Parlament nie zusammenkommen.
"Sie versuchten die Partei zu zerschlagen und ihre Führerin zu diffarmieren. Und genau diese Junta nimmt wieder den Anlauf, um deren Herrschaft zu legitimnieren.
Und dieses Mal soll gar nichts dazwischenkommen" sagt Saw U Min Shwe.

Das Disaster, das Saw Min Shwe meint, ist das Militär, welche diese; wie die Wahl vor 20 Jahren, in Szene setzt. Es wird heute repräsentiert durch General Than Shwe, dem Machthaber und Mörder, der für viele Burmesen die Verkörperung eines alles zerfleischendens humanens Lebens ist, eines Menschen verschlingenden Ungeheuers aus der Mythenwelt des Landes.

Aber auch das Wahlverfahren selbst ist monströs. Auf einen Schlag sind mehr als ein Dutzend Parlamente zu wählen: das Volksparlament, das ein wenig mit einem selbst beherrschenden Schweizerischen Bundesrat vergleichbar ist und 440 Sitze hat, dann das Nationenparlament, gewissermassen der Bundesrat, und schlussendlich noch 14 Parlamente für die sieben ethnischen Staaten und gleichvielen Divisionen.
Die Staaten werden von verschiedensten ethnischen Gruppierungen bewohnt, die Divisionen sind fest unter der Kontrolle des Regimes.
Und dazu gibt es noch ein Wahlrecht für Angehörige bestimmter ethnischer Gruppen in abgeschotteten, teilweise autonomen Staaten. Sie können eine vierte Stimme abgeben.

"Ich verstehe selbst nicht alles, was diese Wahlen betrifft. Wie sollen es dann die einfachen Leute begreifen?", sagt ein Medizinprofessor, der zugibt, dass er die Wahlbestimmungen auch nicht genau studiert habe.
Klar ist, dass bereits ein Viertel aller Sitze an Angehörige des Militärs vergeben sind. So gebietet es die Verfassung, die im Mai 2008, kurz nach dem verheerenden Zyklon Nargis, durch ein Referendum angenommen wurde. offiziell mit fast 100 Prozent. Bei ihren Gegnern heisst sie seitdem "Nargis-Verfassung". Sie ist ein weiteres Instrument, welches das Militär hervorgebracht hat, eine Katastrophe, wie auch der grosse Sturm.

Es ist eine Mischung aus Unkenntnis, Furcht und traditionellem Desinteresse an allem Politischen. Die verbleibenden 20 Prozent sind entweder überhaupt dagegen oder sie treten dafür ein, zur Wahl zu gehen. Man kann das für zwei Strategien halten, dem brutalen, menschenverachtenden Militär den Kampf anzusagen.

Saw U Min Swe wird nicht wählen, da die Wahl von den Machthabern nicht nur zu einem Viertel, sondern schon zu fast 100 Prozent vorherbestimmt sei.

Was da stattfinde, sei eine Schande und eine Show für die Weltöffentlichkeit!
Viele andere werden nur wählen, weil sie sonst Nachteile befürchten. Es gibt zwar keine Pflicht, doch der Geheimdienst ist allgegenwärtig.
Die staatlich gelenkten Medien propagieren die Wahl als eine Entscheidung für das Wohl einer "neuen demokratischen Nation" und gegen die aus dem Ausland gesteuerten "destruktiven Elemente des Bösen".
Das richtet sich gegen Daw Aung San Suu Kyi und die NLD. Die Partei erklärt die Verfassung für undemokratisch. Daher hat sie sich nicht für die Wahlen registrieren lassen. Somit existiert sie offiziell nicht mehr. Aung San Suu Kyi hat durch einen Sprecher aus dem Hausarrest heraus erklären lassen, sie würde unter diesen Umständen auch dann ihre Stimme nicht abgeben, wenn sie wählen dürfte.


Damit ist sie die Symbolfigur einer Kampagne, die in vielen Städten für einen Boykott wirbt, etwa mit auf Wänden geschriebenen Slogans und mit eigens gedruckten T-Shirts.
Andere meinen, dass sich die Regierung wie schon vor zwanzig Jahren verrechnen würde. Die neue Partei mit dem Löwen hat den Namen einer Massenorganisation übernommen, die vor Jahrzehnten von den Machthabern gegründet wurde. Diese Organisation ist verhasst, seit ihre Mitglieder vor drei Jahren bei der Niederschlagung der 'Safran'-Revolution mitgewirkt haben. Selbst wenn einzelne Kandidaten angesehen seien und sich durch den Bau von Strassen und Schulen beliebt machen wollten: Die Partei sei gänzlich unten durch!

Dasselbe gilt für das Löwensymbol, das alle Büros der staatlichen Verwaltung ziert. Diese Partei zu wählen dürfte den meisten nicht in den Sinn kommen.
Die etwa 30 bis 40 registrierten kleineren demokratischen Parteien könnten,
so hoffen Optimisten, bis zu 40 Prozent der Sitze bekommen und so eine starke Opposition bilden.
Damit wäre die Junta zwar noch lange nicht besiegt, doch es hätte an Macht verloren. Es könnte sich langsam zu einer vielfältigen, zivileren Gesellschaft entwickeln.
Ob das eintritt, wird sich nach dem 7. November zeigen - etwa im Jahr 2015.


Dann stehen die nächsten Wahlen an.


2nd November 2010

Dienstag, 19. Oktober 2010

Burmesische bewaffnete Einheiten bereiten sich auf einen Krieg gegen burmesische Truppen vor


Die burmesischen Rebellenorganisationen bereiten sich auf einen langen Krieg
gegen die Junta vor





Burmesische Rebelleneinheiten stellen sich auf einen langen Krieg
gegen Burmas Generäle ein



wenn Schrift zu gross, bitte Link nochmals anklicken! Fehler bei zwei Beiträgen von Blogger


Die burmesischen Rebellenorganisationen bereiten sich
auf einen langen Krieg gegen die Junta vor

jonas m lanter


Nai Kao Rot, der frühere Deputy Army Chief der 'New Mon State Party', NMSP sowohl auch die Karen National Union 'KNU' und verschiedenste Gruppierungen im Shan-State und andere bewaffnete Rebellenorganisationen bereiten sich in den Konfliktgebieten auf einen langen Krieg gegen die Juntatruppen der SPDC - "Staatsrat für Frieden und Entwicklung", wie sich das burmesische Militär irreführend benennt; vor.

Sollte die Junta die Wahlen wieder zur Farçe deformieren wie 1990, als Aung San Suu Kyi der Nationalen Liga für Demokratie und Friedensnobelpreisträgerin den nie anerkannten Sieg wieder boykottieren, wird es zum Kriege kommen. In Burma tobt seit 1947 der längstandauernde Konflikt weltweit.

"Hochrangige thailändische Offiziere kamen und fragten mich letzte Woche, ob wir der SPDC den Kampf erklären, da diese zu scheinen glaubten, die burmesischen Militärs binden verschiedenste Gruppierungen zur sogenannten Grenz-Streitkraft um. Diese Völker, welche zum Teil indigenen Ursprungs sind, sollten in den grenznahen Gebieten zu China, Indien, Bangladesch und Thailand die Interessen der Militärs und Generäle sichern. Dies gilt als Befehl von oben und alles innerhalb eines Monates!

Der Schuss der Junta ging nach Hinten los. Anstelle sich der Junta anzuschliessen und mit der Schaffung des Grenzschutzes die Kräfte zu bündeln, haben sich viele ethnische Gruppen geweigert und sich zu einer Allianz zusammengeschlossen.

Seitdem das Militärregime die sieben grossen Ethnien zwingen wollte, den Waffenstillstand der bewaffneten Gruppen in den Grenzschutz zu integrieren, bringt es die ethnische Einheit dazu, sich gemeinsam gegen Than Shwe und seine Konsorten zu richten: "So halten wir zusammen und können unsere politischen Ziele gemeinsam ausrichten und wir werden uns gegen die Junta stellen, und das ist gut so", so Nai Kao Rot.

"Wir müssen uns nun mit der Tatsache auseinandersetzen, dass man uns erlaubt, ein Parlament zu wählen, in welchem auch unsere Gruppierungen in der Lage sein sollten, wichtige Schlüsselpositionen innezuhalten. Wir erwarten keine Fortschritte über Nacht, aber bei den einzigen Wahlen seit nunmehr 20 Jahren wollen auch wir unsere eigenen autonomen Gebiete selbst verwalten. Wir sollten nicht erwarten, dass über Nacht Reformen greifen; wir stehen vor einem langen und steinigen Weg."

Denn im Vorfeld zu den getürkten Wahlen hat das Regime bewaffnete ethnische Gruppierungen stark unter Druck gesetzt; ihre Armeen in einen Grenzschutz versucht zu integrieren und dieser einer Hirnwäsche zu unterziehen. Zum Glück erfolgslos. Natürlich unter der Kontrolle der burmesischen Generäle.

Alleine die Shan-State Army North - einer der sieben Staaten, welche unter der teilweisen Kontrolle dortiger Kriegslords und seriösen Gruppierungen wie die der christlichen Karens National Liberations Army 'KNLA' kann alleine die Shan-State Army North auf 28'000 gut ausgebildete Soldaten zurückgreifen. Diese gehören den Nachfolgern des kürzlich verstorbenen Opiumkönigs Khun Sha an und sind bereit, ihr Gebiet bis zum letzten Mann zu verteidigen.

Nicht wie in den sieben verschiedenen teilautonomen Staaten Burmas stehen die restlichen sieben Divisionen unter eisener Hand des Generalissimus Than Shwe, der nicht gedenkt, seine Macht nur annähernd an andere als der 25 bis 30 registrierten staatlichen Parteien zu übergeben.

Die Hauptpartei mit einem sicheren Wahlsieg wie 1980, die die NLD unter Daw Aung San Suu Kyi gewann, wurde verboten und darf auch nicht mit einer anderen Partei an diesen Wahlen teilnehmen. Nach burmesischem Gesetz ist es verurteilten und mit Ausländern verheirateten Parteimitglieder nicht erlaubt, zur Wahl zu gehen.

Than Shwe und sein Neffe Thura Shwe können es sich auch nicht erlauben, eine Öffnung Burmas zuzulassen. Sie könnten je nach Entwicklung der politischen Stabilität im Lande vor den Kriegsgerichtshof überführt werden.

Die sieben grossen ethnischen Gruppierungen inklusive der KNLA, der Kachin National Front und der United Wa State Army sowohl die Chin wollen den Kampf zusammen aufnehmen, sollte einer dieser Allianz angegriffen oder beschossen werden. Das Volk leidet schon lange in den Staatsgebieten. Ärztliche Grundversorgung ist nur selten vorhanden und wenn, dann von den eigenen Leuten aufgebaut wie auch das Schulwesen und die Infrastruktur.

Die Wahlen sollen am 07. November stattfinden und bis zur Auszählung des abgekarteten 'Spiels' wird es wochenlange Spannungen im Landesinnern wie auch bei der ASEAN geben.

Burma wurde der diesjährige Vorsitz entzogen, da sich vorweg Singapur gegen eine Präsidentschaft innerhalb der ASEAN stellte. Auch Thailand und Malaysia zogen nach.

28. September 2010

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Friedensnobelpreis an chinesischen Dissidenten. Wie Burmas Suu Kyi sitzt auch er ein

anbei bemerkt: Stimmt DIE SCHRIFTGRÖSSE nicht überein, liegt das bei Blogger.
Abhilfe: LINK NOCHMALS ANKLICKEN

Friedennobelpreis an chinesischen Dissidenten


Liu Xiaobo, Schriftsteller und Professor.
Friedensnobelpreisträger 2010



Der zweite Friedensnobelpreisträger nach Burmas Auns San Suu Kyi, welcher inhaftiert ist

jonas m lanter

Der chinesische Dissident wurde mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis geehrt. Bereits im Vorfeld warnte China das Komitee vor dessen Wahl.

Liu Xiaobo sitzt wie Aung San Suu Kyi ebenfalls im Gefängnis beziehungsweise unter Hausarrest.

Es sind weltweit die einzigen Träger des prestigeträchtigsten Preises, welche im Gefängnis sitzen.

Chinas Regieung ist nun gefordert, um nicht weiter im Fokus der internationalen Kritik zu agieren. Wie Aufnahmen aus dem Jahre 2008 zeigen, schreckt die Regierung nicht zurück, Unliebsame hinzurichten.

Tibetischen Mönche, welche des Land nach tagelangem Marsch über das Himalaya Gebierge verlassen werden durch die chinesische Besatzungssoldaten auf ihrem Weg ins benachbarte Exil nach Indien ekekutiert.


video

Wie die Nazis -
Der Vorderste wird erschossen, dann der Hinterste. Bis nur noch einige verhaftet werden können. Das chinesische Militär liess wohl auch diese gleich danach erschiessen...(siehe Video)

Sie sind in Tibet schweren Repressalien, Folter, Verfolgung, und der Zerstörung ihrer Häuser und der Ausrottung ihrer Kultur ausgesetzt.
Ein Fernsehteam war bei einer Expedition mit Sherpas vor Ort und konnte diese schersten Menschenrechtsverletzungen dokumentieren.
Nebenbei erwähnt fand ein einziger Tibeter Zuflucht beim Fernsehteam (siehe Video).


Burma und China rücken weiterhin zusammen und stehen in Sachen Menschenrechtsverletzungen an vorderster Stelle.

Mit der Wahl des inhaftierten Dissidenten
Liu Xiaobo hat das Nobelkomitee einen wichtigen Akzent gesetzt.
Im Vorfeld hatte China gewarnt, Liu Xiaobo als Friedensnobelpreistägers zu ernennen und würde dies als unerfreulichen Akt Norwegens betrachten!


Zur Person

Liu sitzt wegen der Mitwirkung bei der Verfassung und Verbreitung der Charta 08, einem Aufruf zu umfassenden politischen Reformen in China, in Haft.

Der 54-Jährige Liu Xiaobo wurde im Dezember wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte bereits wegen seiner Beteiligung an den blutig niedergeschlagenen Protesten auf dem Tianmen-Platz 1989 im Gefängnis eingesessen.

Als aussichtsreicher Anwärter für den Friedensnobelpreis 2010 galt neben der afghanischen Frauenrechtlerin Sima Samar (53) auch der deutsche Altkanzler Helmut Kohl für die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland.


Chinas Reaktion


Bei spontanen Feiern nach der Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu wurden am Freitag in Peking rund 20 prodemokratische Aktivisten festgenommen. Dies berichtete die Bürgerrechtlerin Wang Lihong.

Wohnkomplex abgeriegelt

Chinas Staatssicherheit versuchte nach der Bekanntgabe, jeden Kontakt mit der Ehefrau von Liu zu verhindern. Polizeikräfte verwehrten Journalisten den Zugang zu dem Wohnungskomplex in Peking, in dem die Frau lebt, wie Augenzeugen vor Ort berichteten.


09.10.10

Montag, 27. September 2010

Transocean umgeht weiterhin Sanktionen in Burma




Transocean;
'Deepwater Horicon'-Inhaber umgeht Sanktionen in Burma

jonas m lanter

Die in der Schweiz ansässige Firma Transocean droht nach dem Disaster im Golf von Mexiko weiteres Ungemach

Transocean bohrt in Burma. Bohrinsel 'Actinia'


Zweifelhafte Geschäfte

Als am 20. April die Ölplattform 'Deepwater Horizon' unterging, führen mehrere hundert Millionen Liter Rohöl zur grössten Ölkatastrophe aller Zeiten. Elf Menschen riss das Unglück in den Tod, Millionen von Tieren gehen elendlich zu Grunde und die Flora ist weitgehend zerstört. Seither streiten die Verursacher Britisch Petrol (BP), Transocean und Halliburton über deren Verantwortlichkeit. Den diesen drei internationalen Konzernen drohen Bussen in Milliardenhöhe. Die Ölpest im Vorhof zu den Vereinigten Staaten sind nicht die einzigen Sorgen für Transocean.


Burma's Westküste


Im Herbst 2009 nahm an der Westküste von Burma nahe 'Kyauk Phyu' die mittelgrosse Bohrplattform 'Actinia' deren Betrieb auf. Transocean hatte die Plattform für drei Monate dem staatlich-chinesischen Erdölkonzern 'CNOOC' (China National Offshore Oil Corporation) vermietet und verdiente dadurch täglich 206'000 US-Dollar. Ein guter Deal dachte sich Transocean.
Aber es war ein Geschäft mit Tücken. Die Bohrungen im Block 'M' führte der chinesische Staatskonzern gemeinsam mit dem singapurischen Joint-Venture-Partner 'Golden Aaron' durch.
'Golden Aaron' wurde von niemand anderem als einem der berüchtigsten Drogenbarone Asiens kontolliert: von Cecilia Ng, der Ehefrau des Burmesen Steven Law, dessen Vater Lo Hsing Han in den siebziger Jahren zu einem der grössten Drogenhändler und Geldwäscher aufstieg und von der DEA als "Godfather of Heroin" bezeichnet wird. In den neunziger Jahren, als auch sein Sohn Steven Law in das Drogenimperium einstieg, gründete Lo legale Geschäfte und unter anderem auch die Firma 'Asia World'.
Heute gehört dem ehemaligen Drogenbaron Lo und seinem 42-jährigem Sohn Steven Law (notabene der Generaldirektor bei 'Asia World'), zu den reichsten und mächtigsten 'Geschäfts'-männer Burmas, auch Crownies genannt.


2002 trat die Schweiz der UNO bei

Wegen ihrer Nähe zur burmesischen Generalität sind sowohl Steven Law, dessen Vater Lo Hsing Han und Law's Frau Cecilia Ng auf den völkerrechtlich verbindlichen Sanktionslisten der USA, der EU und der UNO aufgeführt.

Dennoch kann die Schweizer Firma Transocean weiterhin Geschäfte mit Unternehmen machen, die von Personen kontrolliert werden, welche auf dieser 'Verbotsliste' stehen. Denn laut einem Sprecher des SECO (Anmerkung: Schweizerisches Sekretariat für Wirtschaft) orientiert sich diese an der Sanktionsliste der EU und nicht an der der Vereinigten Staaten oder der UNO.

Auf der Liste der Europäischen Union sind zwar die Personen aber nicht deren Firmen wie 'Golden Aaron' oder die staatschinesische 'CNOOC' aufgeführt.


Transocean bestreitet bis heute an der Westküste Burmas nach Rohstoffen zu bohren.....


27th Sept. 2010

Mittwoch, 22. September 2010

Bei den birmanischen Karens schweigen die Waffen am UN-Weltfriedenstag


Bei den birmanischen Karens schweigen die Waffen am UN-Weltfriedenstag


Die Karen National Union (KNU) bestätigte heute, einen einseitigen Waffenstillstand am 21. September, dem 'Internationalen UN-Weltfriedenstag' einzuhalten. Wie ihr Sprecher David Takapaw auf Anfrage bestätigte, würde man sich das Recht nehmen, sich zu verteidigen, wenn sie an diesem Tage von den Juntatruppen angegriffen würden.

Karen National Union (KNU) Commander-in-Chief Colonel Mu Tu Sayphaw der Karen National Liberation Army (KNLA) am 60. Jahrestag der KNU Feierlichkeiten in der Nähe der thailandisch-burmesischen Grenze im Februar letzten Jahres. Rechte Gruppen begrüssen die Entscheidung der KNU zu einer Waffenruhe am 'UN International Day of Peace'. Er sagte aber auch, das der wahre Aggressor die birmanische Junta ist.

jonas m lanter

"Die KNU möchte beweisen, dass seine Mitglieder den Frieden wollen"; sagte David Takapaw, der stellvertretende Vorsitzende und Sprecher der politischen Organisation Er spricht vom längsten Aufstand der Welt, der seit dem 31. Januar 1949 anhält.

David Takapaw erklärt weiter: "Wir respektieren und sind gewillt, den vom United Nations Security Council und dem UN-Generalsekretär in einem von der G8 im Juni vorgeschlagenen Statement die Dialogbereitschaft um die politische Lösung mit friedlichen Mitteln in Burma voranzutreiben. Über 10'000 Soldaten der Karens wurden bei den Übergriffen durch die Junta seit 1949 getötet. Dies ohne die vielen ermordeten Zivilisten des Karen-Staates. Die letzten Scharmützel um ihre Gebiete zu halten fanden diesen Montag mit den Juntatruppen der SPDC ab". SPDC oder auch 'Staatsrat für Frieden und Entwicklung' nennt sich die burmesische Junta.

Menschenrechtsgruppen rund um den Globus befürworten die Ankündigung zum Waffenstillstand: "Wir begrüssen den Entscheid der KNU aufs Wärmste, dass die KNU mit der Einhaltung des Internationalen Weltfriedenstag zeigt, dass der Wunsch für ein friedliches Zusammenleben unter den Karens vorhanden ist" so Ostasiens Teamleiter Benedikt Rogers.
"Militärregimes haben brutale Offensiven gegen die Zivilisten im Karen-Staate geführt, und die grausamen Feldzüge gegen die ethnische Volksgruppe hat sich in den vergangenen 15 Jahren unter der aktuellen Junta verschärft.
Zivilisten werden aus kürzester Entfernung erschossen, gefoltert, vergewaltigt, als Zwangsarbeiter oder als menschliche Minenräumer missbraucht. Seit 1996 sind mehr als 3.500 Dörfer im östlichen Burma dem Erdboden gleichgemacht worden", sagte er.

"Es liegt nun am Regime zu reagieren, indem ein Ende seiner Feldzüge von Brutalität beendet wird und ein permanenter, flächendeckender Waffenstillstand auch von der Junta eingehalten wird. Der Rückzug der Truppen aus den ethnischen Gebieten sollen sinnvoll in einem dreiseitigen Dialog helfen, mit den Vertretern der ethnischen Minderheiten und der Demokratie-Bewegung auf eine friedliche, föderale Demokratie in Burma zu bauen, welche die Menschenrechte respektieren", sagte Rogers.

"Die Burma Campaign UK begrüsst die Ankündigung der Karen National Union, sich an eine eintägige Waffenruhe zu halten. Die Vereinten Nationen sollten sofort auch die burmesische Diktatur und andere bewaffnete Gruppen aufrufen, an diesem eintägigen Waffenstillstand teilzunehmen", so deren Sprecher.

"Es ist die birmanische Diktatur; er ist der Aggressor und macht gezielt Angriffe auf Zivilisten. Dies unter Verletzung der Genfer Konventionen und der Römer-Statuten. Dies ist eine Gelegenheit, um Druck auf die Diktatur auszuüben, ihre Angriffe einzustellen. Der Ball liegt nun in den Händen der Generäle", so Farmaner.

Die UN-Vollversammlung hatte im Jahr 2001 einstimmig den 21. September als Internationalen Tag des Friedens erkoren.

17. Sept. 2010

Montag, 20. September 2010

Farçe; Burmas Generäle haben die Wahlen am 7. November für sich entschieden



Burmas Volk wird weiter leiden



Friedensikone Aung San Suu Kyi ist von den Wahlen ausgeschlossen worden. Alleine sie könnte die BurmesInnen in eine sichere Zukunft führen



Diktator Than Shwe führt Burma weiterhin mit eisener Faust


Die neue Verwaltungshauptstadt Naypyidaw


Burmas Generäle setzen auf militärische Stärke



Diktator Than Shwe hat seine Position in Burma und bei den
Wirtschaftspartnern gefestigt


jonas m lanter

Burmas General Than Shwe hat Indien und jetzt China besucht. Dies dient vorab zur Stärkung der eigenen Position.

Die kommenden Wahlen an diesem 7. November sind abgekartert und man weiss, wer siegen wird: Die jetzigen Generäle unter Diktator Than Shwe.

Es sind die ersten 'Wahlen' seit nunmehr 20 Jahren, als die 'Nationale Liga für Demokratie' unter der Friedensnobelpreisträgerin Daw Aung San Suu Kyi als Vorsitzende haushoch gewann aber von der Junta nie anerkannt wurde. Ihr Mandat konnte die NLD nie ausführen
Seither verbringt Burmas
Lady die Zeit im Gefängnis oder unter Hausarrest!

Von dieser Farçe der Generalität ist die Partei verschont geblieben; denn der haushohe Gewinn wäre dieser im ganzen Land stabilisierenden 'Nationalen Liga für Demokratie' mit ihren über 135 verschiedensten Ethnien gewiss gewesen!
Denn nur eine Person mit dem Charisma und der fast schon anmutende Verehrung um Aung San Suu Kyi und ihren Vater* könnte dieses Land am ehesten in eine sichere Zukunft führen.


- Es sind nur Parteien zugelassen, die mit der Junta zusammenarbeiten!

- Burmas militärischem Potential ist vom Volke her nicht beizukommen;
ein Heer von 440'000 Soldaten steht fest hinter der Generalität und weitere MIG-29 sowohl Kriegsschiffe wurden eingekauft.

- In den verschiedenen ethnischen Gebieten in welchen sich Rebellen gegen die Junta auflehnen, werden deren Bewohnur mehr und mehr unter massiven Druck gesetzt und ihre Armeen, welche nicht in den von der Junta zu den Wahlen ins Leben gerufene 'Border Guard' beitreten, werden bekämpft. Dies sind nicht wenige.
In sechs von sieben Staaten kämpfen nunmehr seit 30 Jahren verschiedenste Rebellengruppierungen - notabene im längstandauernden Konflikt weltweit - mit den Truppen des brutalen Regime: Dies sind die Staaten der Karen, Karenni, Shan, Mon, Chin und der Arkakan.

- Mit den Nachbarländern Indien, China, Thailand sowohl auch mit Russland
hat sie enge Wirtschaftsbeziehungen ausgebaut.

- Sich die Machthaber eine unbezwingbare Festung mit der grösstenteils
unter der Erde verlegten Verwaltungs-Hauptstadt Naypyidaw inmitten des Dschungels erbaut haben. In dieser werden unter anderem auch Reis angebaut.

- Burma mit Hilfe Nordkoreas einen Atomreaktor bauen will.

Die Zeit spielt für die Generäle. Einen grossen Vorteil besitzen sie auch im Wissen, dass die Industrienationen ihre eigenen Probleme haben. Die wirtschaftliche Zukunft liegt bei den Staaten Indien und China; beide verfolgen auch wichtigste strategische
Ziele in ganz Burma. China, die den grössten Teils des Ranguner Hafens angemietet haben, benötigen diesen direkten Zugang zum Indischen Ozean.

Auf Beistand oder Hilfe anderer Nationen wird Burmas Volk nicht zählen können!


*Aung San Suu Ky's Vater; General Aung San, war der Webgebeiter einer demokratischen Regierung, welche am 4. Januar 1948 die Arbeit aufnehmen wollte. Doch seinen Amtsantritt erlebte er nicht: Ein halbes Jahr vorher wurde er an einer Kabinettssitzung ermordet.

19th September 2010

Donnerstag, 16. September 2010

Bei den birmanischen Karens schweigen die Waffen am UN-Weltfriedenstag



Bei den birmanischen Karens schweigen die Waffen am UN-Weltfriedenstag

Die Karen National Union (KNU) bestätigte heute, einen einseitigen Waffenstillstand am 21. September, dem 'Internationalen UN-Weltfriedenstag' einzuhalten. Wie ihr Sprecher David Takapaw auf Anfrage bestätigte, würde man sich das Recht nehmen, sich zu verteidigen, wenn sie an diesem Tage von den Juntatruppen angegriffen würden.


Karen National Union (KNU) Commander-in-Chief Colonel Mu Tu Sayphaw der Karen National Liberation Army (KNLA) am 60. Jahrestag der KNU Feierlichkeiten in der Nähe der thailandisch-burmesischen Grenze im Februar letzten Jahres. Rechte Gruppen begrüssen die Entscheidung der KNU zu einer Waffenruhe am 'UN International Day of Peace'. Er sagte aber auch, das der wahre Aggressor die birmanische Junta ist.

jonas m lanter

"Die KNU möchte beweisen, dass seine Mitglieder den Frieden wollen"; sagte David Takapaw, der stellvertretende Vorsitzende und Sprecher der politischen Organisation Er spricht vom längsten Aufstand der Welt, der seit dem 31. Januar 1949 anhält.

David Takapaw erklärt weiter: "Wir respektieren und sind gewillt, den vom United Nations Security Council und dem UN-Generalsekretär in einem von der G8 im Juni vorgeschlagenen Statement die Dialogbereitschaft um die politische Lösung mit friedlichen Mitteln in Burma voranzutreiben. Über 10'000 Soldaten der Karens wurden bei den Übergriffen durch die Junta seit 1949 getötet. Dies ohne die vielen ermordeten Zivilisten des Karen-Staates
. Die letzten Scharmützel um ihre Gebiete zu halten fanden diesen Montag mit den Juntatruppen der SPDC ab". SPDC oder auch 'Staatsrat für Frieden und Entwicklung' nennt sich die burmesische Junta.

Menschenrechtsgruppen rund um den Globus befürworten die Ankündigung zum Waffenstillstand: "Wir begrüssen den Entscheid der KNU aufs Wärmste, dass die KNU mit der Einhaltung des Internationalen Weltfriedenstag zeigt, dass der Wunsch für ein friedliches Zusammenleben unter den Karens vorhanden ist" so Ostasiens Teamleiter Benedikt Rogers.
"Militärregimes haben brutale Offensiven gegen die Zivilisten im Karen-Staate geführt, und die grausamen Feldzüge gegen die ethnische Volksgruppe hat sich in den vergangenen 15 Jahren unter der aktuellen Junta verschärft.
Zivilisten werden aus kürzester Entfernung erschossen, gefoltert, vergewaltigt, als Zwangsarbeiter oder als menschliche Minenräumer missbraucht. Seit 1996 sind mehr als 3.500 Dörfer im östlichen Burma dem Erdboden gleichgemacht worden", sagte er.

"Es liegt nun am Regime zu reagieren, indem ein Ende seiner Feldzüge von Brutalität beendet wird und ein permanenter, flächendeckender Waffenstillstand auch von der Junta eingehalten wird. Der Rückzug der Truppen aus den ethnischen Gebieten sollen sinnvoll in einem dreiseitigen Dialog helfen, mit den Vertretern der ethnischen Minderheiten und der Demokratie-Bewegung auf eine friedliche, föderale Demokratie in Burma zu bauen, welche die Menschenrechte respektieren", sagte Rogers.

"Die Burma Campaign UK begrüsst die Ankündigung der Karen National Union, sich an eine eintägige Waffenruhe zu halten. Die Vereinten Nationen sollten sofort auch die burmesische Diktatur und andere bewaffnete Gruppen aufrufen, an diesem eintägigen Waffenstillstand teilzunehmen", so deren Sprecher.


"Es ist die birmanische Diktatur; er ist der Aggressor und macht gezielt Angriffe auf Zivilisten. Dies unter Verletzung der Genfer Konventionen und der Römer-Statuten. Dies ist eine Gelegenheit, um Druck auf die Diktatur auszuüben, ihre Angriffe einzustellen. Der Ball liegt nun in den Händen der Generäle", so Farmaner.

Die UN-Vollversammlung hatte im Jahr 2001 einstimmig den 21. September als Internationalen Tag des Friedens erkoren.

16th Sept. 2010


Mittwoch, 28. Juli 2010

Diktator Than Shwe wird in Indien wie "Der König von Burma" empfangen


Paperblog

Diktator Than Shwe wird in Indien wie "Der König von Burma" empfangen

Südostasien

jonas m lanter

Er wurde von Indiens Premier Manmohan Singh wie ein hoher Staatsgast empfangen: Ankunft in einer Limousine am Präsidentenpalast in Old-Delhi, eine hochoffizielle Begrüssung nach Protokoll auf rotem Teppich. Das Abschreiten der Ehrengarde fiel wegen Regens aber aus. Doch der am Dienstagmorgen mit allen Ehren empfangene Gast ist kein langjähriger Partner Indiens oder der Staatschef eines einflussreichen Landes: Es ist Than Shwe, Armeechef, Diktator und tausendfacher Mörder aus dem benachbarten Burma.


Angst vor Pekings Einfluss

Fünf Tage sind für seinen Indien-Besuch geplant. Auf dem Weg hatten Than Shwe und seine Familie in Bodhgaya; rund 1000 Kilometer südöstlich von Delhi, Halt gemacht. In einem für Buddhisten wichtigsten Pilgerorte nahm Than Shwe, der 2007 von buddhistischen Mönchen angeführte Proteste niederschlagen liess, an einer Zeremonie in einem buddhistischen Tempel teil und spendete mehr als 11.000 US-Dollar; welches nebenbei einem 30-Jahres-Einkommen eines burmesischen Durschnittarbeiters entspricht!

Am Dienstag traf er Indiens Aussenminister S. M. Krishna und Premier Manmohan Singh zu Gesprächen über eine Reihe bilateraler Abkommen. Indien plant, noch mehr Geld in Burmas Infrastruktur zu investieren.

Dies auch im Wissen um Pekings wachsendem Einfluss in Burma entgegenzuwirken.

Menschenrechtsgruppen haben die Entscheidung der indischen Regierung Burmas Armeechef wie einen hohen Staatsgast zu empfangen aufs äusserste kritisiert. Noch Anfang der 90er-Jahre hat Indien die burmesische Demokratiebewegung und deren Anführerin Daw Aung San Suu Kyi lauthals unterstützt und das Regime für ihre Menschenrechtsverbrechen kritisiert. Doch seit Mitte der 90er-Jahre bemüht sich Indien um gute Beziehungen zu Burmas Regime.

In dieser Zeit hatte Peking begonnen die Kontakte zur Junta auszubauen. Burma ist reich an Bodenschätzen und verfügt über grosse Edelsteinvorkommen, Erdgas und sonstigen Bodenschätzen an denen Indien und China gleichermassen interessiert sind und jeweilige Bedenken betreffend Menschenrechten nun ausser acht lassen.


Hilfe bei Kampf um Rebellen

In Indien wie in Burma verfolgt: Muslimisches Volk der Rohingya

Indien bemüht sich zudem um eine Seeverbindung für seinen komplett von Land eingeschlossenen Nordosten. Diesbezügliche Verhandlungen mit Bangladesch sind gescheitert. Der Weg durch burmesisches Gebiet ist die Alternative.

Burmas Junta soll Indien auch dabei helfen, die Aufstände in dieser Region zu beenden. Dort kämpfen schon seit Jahrzehnten bewaffnete muslimische Gruppen für eine Abspaltung von Indien. Einige Gruppen nutzen den burmesischen Arkan-State als Rückzugsgebiet.

Burmas Diktator dürfte im Gegenzug Indiens Premier darum bitten, dass Indien die Wahlen anerkennt, die das Regime in diesem Jahr abhalten.

Westliche Regierungen haben die Abstimmung bereits jetzt als Farçe angeprangert!

28th July 2010